Alles auf Anfang
Alles auf Anfang, oder auch: “Wie bin ich eigentlich hier hineingerutscht?”. Man kennt das. Man entdeckt etwas Neues, sieht Menschen, die scheinbar genau wissen, was sie tun, und denkt sich: Das kann ich auch.
Und ehe man sich versieht, sitzt man abends vorm Rechner, klickt sich „nur mal kurz“ durch ein paar Seiten, was grundsätzlich eine Lüge ist, und zack: Man richtet seinen eigenen Blog ein. Ohne Plan, was man eigentlich bloggen soll, aber mit erstaunlich viel Motivation und auch einigen Ideen für diese Uhrzeit.
Texte schreiben? Ja, kriege ich hin. Themen finden? Auch kein Problem. Durch die Arbeit bin ich sowieso viel im Internet unterwegs und stolpere ständig über Dinge, die mich zum Lachen bringen, aufregen oder einfach nur sprachlos machen. Nennt man das dann schon Content?
Bleibt nur noch diese eine Frage, die ich bis zu dieser Stelle ignoriert habe: Wie fängt man eigentlich an?
Geht man direkt rein und tut so, als hätte man schon seit Jahren eine klare Richtung, oder gibt es erstmal eine kleine, unangenehme Vorstellungsrunde, bei der alle so tun, als wären sie entspannt, während sie innerlich überlegen, ob sie nicht am besten einfach bewusstlos werden sollten, um dem ganzen zu entgehen?
Spoiler: Ich habe mich dazu entschieden, einfach anzufangen, ein bisschen vor mich hinzuschreiben, wenn mir was Interessantes unter die Augen kommt, und zu hoffen, dass ich nicht so versage wie manch ein Politiker.
Und jetzt gibt es kein Zurück mehr. Der Blog ist da, dieser Beitrag ist da und ich bin jetzt offiziell jemand, der “bloggt”. Klingt direkt wichtiger, als es vermutlich ist.
Für den Moment belassen wir es aber besser bei dieser Einleitung. Ich bin selbst gespannt, wo die Reise hingeht.
In diesem Sinne: Moin. Ich bin der Neue, ich bin jetzt auch da.